Homophobe Schlagzeile der RP Online?

Ja, auch die deutschen Medien wissen scheinbar oft nicht, wie und was sie da von sich geben. So gab es am 21.11.22 diese homophobe Schlagzeile der RP Online: 22-Jähriger erschießt fünf Menschen in Schwulen-Club

In dem Artikel ging es um die Bluttat in Colorada Spring. Dort hatte ein junger Mann in einem Nachtclub, der auch von von LGBTQ Gemeinschaft besucht wird fünf Menschen erschossen und 25 verletzt.

Die FAZ dagegen machte den Artikel zum Thema mit der Schlagzeile “TOTE IN AMERIKANISCHER DISKO – Partygäste überwältigen Schützen” auf.

Worum ging es: Bei Schüssen in einem auch bei Schwulen, Lesben und der Trans-Community populären Nachtclub in Colorado Springs sind 5 Menschen getötet und 18 verletzt worden. Ein 22-jähriger Mann habe den Club mit einem Gewehr betreten und habe sofort angefangen zu schießen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Er sei von mindestens zwei Gästen überwältigt worden und befinde sich verletzt im Krankenhaus. Mehrere verwundete Club-Besucher hätten lebensgefährliche Verletzungen, sagten Mediziner.

Im Publikum befindet sich auch ein ehemaliger Soldat, der sofort eingreift – und so vermutlich viele Leben rettet. „Ich ging in den Kampfmodus“, erklärt der 45-Jährige in einem Interview.

Der Schock nach dem Attentat eines 22-jährigen Schützen in einem Nachtclub der LGBTQ-Community im US-Bundesstaat Colorado sitzt tief. Robert Fierro, ein ehemaliger Soldat, sei an dem Abend gemeinsam mit seiner Familie vor Ort gewesen, um eine Dragshow anzusehen. Als plötzlich Schüsse fielen, habe der 45-Jährige sofort eingegriffen. „Ich weiß nicht genau, was ich getan habe, ich ging einfach in den Kampfmodus“, erzählte der Kriegsveteran nun in einem Interview mit der „New York Times“.

Fierro habe den mutmaßlichen Schützen von hinten gepackt und zu Boden gerissen. „Hat er währenddessen geschossen? War er gerade dabei zu schießen? Ich weiß es nicht“, sagte Fierro der Zeitung. „Ich wusste nur, dass ich diesen Typen töten muss, bevor er uns tötet.“ Daraufhin habe Fierro ihm die Pistole abgenommen: „Ich habe ihm die Waffe aus der Hand gerissen und auf den Kopf geschlagen, immer und immer wieder,“ erinnerte er sich.

Held von Colorado diente in Afghanistan

Der Militärveteran habe laut der „New York Times“ 15 Jahre als Soldat gedient und vier Einsätze im Irak und Afghanistan miterlebt. Die Kriegserlebnisse hätten ihn jedoch nie ganz losgelassen, er sei deswegen in psychologischer Behandlung und nehme Medikamente. Im Moment des Attentats hätten ihn demnach alte Handlungsmuster aus dem Krieg wieder eingeholt.

„Im Kampf passiert die meiste Zeit gar nichts, aber in dieser einen verrückten Minute wirst du erprobt. Das wird zur Gewohnheit“, erklärte Fierro der „New York Times“. „Ich bin nur ein Kerl, ein alter fetter Veteran, aber ich wusste, dass ich etwas tun muss.“ Gemeinsam mit anderen Anwesenden habe Fierro den Schützen schließlich überwältigen und der Polizei übergeben können. Zwei Freunde des Ex-Soldaten seien bei dem Anschlag verletzt worden, der Freund seiner Tochter verstarb.

Trauerfeier in Colorado Springs

Der Bürgermeister John Suthers lobte gegenüber der „New York Times“ den Heldenmut des Ex-Soldaten: „Er hat viele Leben gerettet. Ich habe noch nie eine Person getroffen, die so heldenhaft gehandelt hat und danach so bescheiden ist.“

Am Montagabend (Ortszeit) hatten sich Hunderte Menschen in einem Park in der Stadt Colorado Springs, deren LGBTQ-Gemeinde der Club seit Jahrzehnten als Zufluchtsort galt, versammelt, um den Getöteten und Verletzten des Schusswaffenangriffs zu gedenken. Der Schütze hatte mit einem Sturmgewehr vom Typ AR-15 fünf Menschen aus dem Leben gerissen und 18 weitere mit Schüssen verletzt. Ebenfalls sichergestellt wurden laut Polizei eine Pistole und zusätzliche Munition.

Auf eine Anfrage zum Titel der RP Online antwortet dieser auch nach nach vier Tagen nicht.

Offensichtlich kein Schwulen-Club wie von. der RP Online tituliert, sondern ein Nachtclub für alle Menschen ohne Vorurteile.

Die Redaktion von RP Online sollte vielleicht ein wenig mehr über die sprachliche Gestaltung ihrer Titel und ihrer Artikel nachdenken.

Vorheriger ArtikelLetzte Generation und unsere Justiz
Nächster ArtikelChinas Militärmacht Made in Germany