René Benko: Signa Prime Selection erhält Kredit von 100 Millionen Euro

René Benko: Signa Prime Selection erhält Kredit von 100 Millionen Euro
Durch: Wirtschaft Erstellt am: März 29, 2024 anzeigen: 44

Insolventer René Benko Kredit von 100 Millionen Euro für Signa Prime Selection

Die insolvente Signa Prime von Investor René Benko erhält einen Kredit von bis 100 Millionen Euro vom Vermögensverwalter Attestor. Mit dem Darlehen gewinnt das Unternehmen Zeit, um eine geordnete Verwertung der Luxusimmobilien zu ermöglichen.

Immobilien-Perle: Das Alsterhaus in Hamburg gehört ebenso zum Portfolio wie das Oberpollinger in München oder das Luxushotel Park Hyatt

Foto: Christian Charisius / dpa

Die insolvente Edelsparte Signa Prime Selection des österreichischen Investors René Benko bekommt frisches Geld. Der britische Vermögensverwalter Attestor Ltd. gewährte dem Unternehmen einen Massekredit von bis zu 100 Millionen Euro, geht am Freitag aus einer veröffentlichten Mitteilung des Sanierungsverwalters Norbert Abel hervor.

„Damit kann die Liquidität des Unternehmens mit dem Ziel einer strukturierten Verwertung der Vermögenswerte maßgeblich stabilisiert werden", heißt es darin. Der von den Gläubigern angenommene Treuhandsanierungsplan erhalte damit eine „stabile finanzielle Basis“. Über Details des Kredits haben die tatsächlichen Angaben nach Stillschweigen vereinbart.

Über das Vermögen von Signa Prime wurde am 28. Dezember 2023 ein Sanierungsverfahren in der Eigenverwaltung eröffnet. Mit dem Darlehen gewinnt das Unternehmen nun Zeit, um eine geordnete Verwertung der Immobilien zu ermöglichen. Übereilte Verkäufe zu möglicherweise ungünstigen Preisen könnten so verhindert werden.

Signa Prime galt lange als Flagschiff der Immobilien- und Handelsgruppe Signa. Sie ist Eigentümerin der wichtigsten Immobilien, darunter das KaDeWe in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg, das Oberpollinger in München, das Luxushotel Park Hyatt sowie die Luxus-Einkaufsmeile „Goldenes Quartier" in Wien.

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Die Gläubiger der Signa Prime Selection und der Signa Development Selection hatten vor etwa zehn Tagen auf jeweils eigenen Versammlungen einem Sanierungsplan zugestimmt. Mit ihrem Votum wendeten sie einen Notverkauf der Immobilien ab und ermächtigten zugleich die Verwalter, die Vermögenswerte Stück für Stück zu verkaufen. Abel hatte den Gläubigern der Signa Prime zuletzt eine Quote von 32 Prozent in Aussicht gestellt. Bei einem Konkurs mit Notverkauf wäre wohl eine deutlich niedriger Quote zu erzielen, so Abel.

Die Signa-Gruppe ist das bisher größte Opfer der Immobilienkrise in Europa. Dem hoch verschuldeten Immobilienriesen machen die rasant gestiegenen Zinsen und die damit gesunkenen Bewertungen zu schaffen, die zu einem erhöhten Liquiditätsbedarf führten. Die Insolvenz ist die größte in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte. Gegenüber der Signa Prime hatten bisher 475 Gläubiger Klagen von 12,8 Milliarden Euro angemeldet, hieß es zuletzt. Derzeit sind rund 5,9 Milliarden Euro vom Insolvenzverwalter anerkannt.

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