Die zehn wichtigsten Bücher im März: Didier Eribon schreibt über seine Mutter, Roberto Saviano erzählt vom Mafiajäger Giovanni Falcone und Papst Franziskus verrät, welches sein Lieblingsfilm ist

Die zehn wichtigsten Bücher im März: Didier Eribon schreibt über seine Mutter, Roberto Saviano erzählt vom Mafiajäger Giovanni Falcone und Papst Franziskus verrät, welches sein Lieblingsfilm ist
Durch: Feuilleton Erstellt am: Februar 01, 2024 anzeigen: 11

Ausserdem kann man endlich Gabriel García Márquez’ letzte Erzählung lesen, erfährt, was Daniel Kehlmann über Immanuel Kant denkt, und folgt Albrecht Selge in die Geheimnisse der Stille.

Illustration Anja Lemcke / NZZ

Er ist ein Star unter den französischen Intellektuellen: Didier Eribon. Und er versucht zu erklären, wie aus linken Arbeitern Le-Pen-Wähler wurden. Das heisst: Er versucht es nicht zu erklären, sondern macht sich zum Richter über sie. Im neuen Buch über seine Mutter ganz besonders.


Den einen gilt er als Retter Europas, für die anderen ist Winston Churchill ein Kolonialist und Rassist. Fest steht: Er war überzeugt, dass Friede nur möglich sei, wenn Nazideutschland besiegt ist: Franziska Augstein hat Churchill eine hervorragende Biografie gewidmet.


Juni 1940: Die deutsche Wehrmacht hat Frankreich besiegt. In Marseille stellt sich Varian Fry der braunen Gefahr entgegen. Uwe Wittstock erzählt, wie ein junger Amerikaner jüdischen Intellektuellen half, aus Europa zu fliehen. Und Tausende von Menschen vor dem Tod rettete.


Er ist siebenundachtzig und bald elf Jahre im Amt. Länger, als er selbst gedacht hatte: Der Papst wirkt müde, Gerüchte um seinen Rücktritt machen die Runde. Nun publiziert Franziskus seine Autobiografie. Ein Vermächtnis? Kaum. Er bleibt sich treu als Papst des Sowohl-als-auch.


Was man kann, was man darf und was man soll: Daniel Kehlmann und Omri Boehm haben zwei Tage lang über Kant diskutiert. Ein Dialog über die Konsequenz des Denkens und die Schwierigkeit des Handelns. Und über die Frage, ob man einen Menschen seinem Mörder ausliefern darf.


Er ist der Erfinder des magischen Realismus und prägte die lateinamerikanische Literatur: Gabriel García Márquez. Dass er einen unvollendeten Roman hinterlassen hat, war gerüchteweise bekannt. Nun haben Márquez’ Söhne die Veröffentlichung des Werks veranlasst.


Er war die Symbolfigur des Kampfes gegen das organisierte Verbrechen in Italien: Giovanni Falcone. In seinem akribisch recherchierten Roman zeichnet Roberto Saviano ein berührendes Porträt des berühmtesten Mafiajägers – und schreibt dabei auch über sich selbst.


Erfolg ist, was alle wollen. In Ulrich Peltzers Roman «Der Ernst des Lebens» beobachtet der Held die Menschen bei ihrem Streben nach Glück – und bedauert sie. Vor allem aber brilliert er durch Schilderungen deutscher Mittelständler und des linken Milieus.


Georges Haldas schrieb weiter, auch als er kaum mehr schreiben konnte. Im hohen Alter erblindete der Genfer Dichter fast gänzlich. Er formte die Verse vor dem inneren Auge und diktierte sie seiner Lebensgefährtin. Nun sind seine späten Gedichte auf Deutsch erschienen.


Je monströser die Zeiten, umso kostbarer die Stille. «Silence» heisst der neue Roman von Albrecht Selge. Er handelt von den schönen Augenblicken, in denen Ruhe in die Welt einkehrt. Und er spricht in seiner ruhigen Sprache nicht zuletzt vom Schweigen.


Dana Grigorcea: Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen


Gerbrand Bakker: Der Sohn des Friseurs


Sigrid Nunez: Die Verletzlichen


Michael Köhlmeier: Das Philosophenschiff


Iris Wolff: Lichtungen


Theodor W. Adorno: Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute


Christine de Pizan: Das Buch von der Stadt der Frauen


Hektor Haarkötter: Küssen


Florence Hazrat: Das Ausrufezeichen


Nicole Seifert: Einige Herren sagten etwas dazu


Navid Kermani, Natan Sznaider: Israel. Eine Korrespondenz


Stanislaw Assejew: Heller Weg, Donezk


Jaroslaw Kuisz, Karolina Wigura: Posttraumatische Souveränität


Jörn Leonhard: Über Kriege und wie man sie beendet


Giovanni Catelli: Camus muss sterben


László Krasznahorkai: Im Wahn der Anderen


Inger-Maria Mahlke: Unsereins


Charles Lewinsky: Rauch und Schall


Stefanie Sargnagel (assistiert von Christiane Rösinger): Iowa


Annette Mingels: Der letzte Liebende


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