Mutmaßlicher Angriff Israels: Iranischer Kommandeur in Damaskus getötet

Mutmaßlicher Angriff Israels: Iranischer Kommandeur in Damaskus getötet
Durch: Politik Erstellt am: April 01, 2024 anzeigen: 16

Einer der ranghöchsten Offiziere der iranischen Revolutionsgarden ist Berichten zufolge bei einem Luftangriff in Damaskus getötet worden. Iranische und syrische Medien vermuten hinter dem Angriff Israel, dass seit Monaten verstärkt Ziele in Syrien ins Visier nimmt.

Bei einer Explosion in der syrischen Hauptstadt Damaskus ist ein General der iranischen Revolutionsgarden getötet worden. Brigadegeneral Mohammed Resa Sahedi, "einer der führenden Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden", sei bei "einer Attacke von Kämpfern des zionistischen Regimes auf das Konsulatsgebäude" des Iran in Damaskus "als Märtyrer gestorben", berichtete das iranische Staatsfernsehen. Die Al-Kuds-Brigaden sind für Auslandseinsätze der islamischen Revolutionsgarden zuständig.

Bei dem mutmaßlichen Angriff wurde die Konsularabteilung der Botschaft vollständig zerstört. Lokalen Berichten zufolge kamen neben Sahedi weitere Menschen ums Leben. Rettungsarbeiten laufen noch. Iranische Medien berichteten in den Gebäuden hätten sich aufgrund eines religiösen Feiertags keine Botschaftsangestellten aufgehalten. Der Botschafter und seine Familie seien unverletzt.

Der syrische Außenminister Faisal Mekdad bezeichnete den Angriff in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zitierten Erklärung als "abscheulichen Terroranschlag", der "eine Reihe unschuldiger Menschen" getötet habe. Israel könne damit jedoch "keinen Einfluss auf die Verbindungen zwischen dem Iran und Syrien haben", fügte er an.

Israels Luftwaffe bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Syrien und will damit verhindern, dass der Iran und mit ihm verbündete Milizen wie die libanesische Hisbollah ihren militärischen Einfluss in dem Land ausweiten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor knapp sechs Monaten greift die Hisbollah vom Libanon aus regelmäßig Ziele im Norden Israels an. Seitdem haben die israelischen Angriffe auf Ziele in Syrien zugenommen. Bereits am Sonntag wurden Ziele bei Damaskus bombardiert.

Flugobjekt in Eilat eingeschlagen

Israel meldete zudem einen Angriff auf sein Territorium. Ein aus dem Osten kommendes Flugobjekt sei in ein Gebäude im Rotmeerhafen Eilat an der Südspitze Israels eingeschlagen, erläuterte das Militär. Es habe keine Verletzten gegeben. Die Herkunft des Flugkörpers blieb zunächst offen. Das Militär vermutete, es könnte im Irak gestartet worden sein. Auch dort sind mit dem Iran verbündete Milizen aktiv.

Am Freitag waren bei schweren Luftangriffen im Nordwesten Syriens in der Provinz Aleppo mehr als 50 Menschen getötet worden. Der Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge waren die meisten Opfer syrische Militärangehörige. Auch Mitglieder der schiitischen Hisbollah-Miliz seien unter den Opfern gewesen, hieß es. Derart hohe Opferzahlen infolge mutmaßlicher israelischer Luftangriffe sind allerdings selten.

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