"Super-GAU" rückt näher: Retter Baumgart gerät mit dem HSV in schwere See

Durch: Sport Erstellt am: April 01, 2024 anzeigen: 7

Beim Hamburger SV gerät der so heiß ersehnte Aufstieg mal wieder in Gefahr, Trainer Steffen Baumgart und Co. sind die großen Verlierer des Osterwochenendes. Auch wenn sie es nun nicht mehr in der eigenen Hand haben, aufgeben gilt natürlich nicht beim HSV.

Steffen Baumgart legte die Stirn in Falten und schaute gestresst umher, er war "unzufrieden". Natürlich war er das. "Wenn wir oben ran wollen, müssen wir Spiele gewinnen", sagte der verärgerte Baumgart, doch der Trainer war mit seinem HSV der große Verlierer des Osterwochenendes. Denn: Der schon so lange vom Bundesliga-Aufstieg träumende Traditionsklub rutschte auf Platz vier ab.

"Geht es nur noch um die Relegation?", fragte das "Hamburger Abendblatt" nach dem bitteren 1:1 (0:0) bei der SpVgg Greuther Fürth. Und die "Hamburger Morgenpost" schrieb: "Der Super-GAU im Aufstiegskampf rückt für den HSV immer näher". Dabei wurde Baumgart als Nachfolger von Tim Walter eigentlich genau dafür geholt, um den Super-GAU zu verhindern. Doch während die Konkurrenten St. Pauli, Kiel, Düsseldorf und Hannover an Ostern alle etwas zu feiern hatten, läuft es beim HSV auch unter dem 52-Jährigen alles andere als rund. Baumgarts bisherige Bilanz ist nur Mittelmaß: Zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen.

"Wenn du das 2:0 aber nicht machst ..."

"Ich habe ein Spiel gesehen, das wir aufgrund unserer vielen Möglichkeiten hätten gewinnen können - vielleicht sogar hätten gewinnen müssen", sagte Baumgart und haderte mit der Chancenverwertung seines Teams, das kurzfristig auf Angreifer Nummer eins Robert Glatzel hatte verzichten müssen: "Wenn du das 2:0 aber nicht machst, bleibt der Gegner im Spiel. So holen wir nur einen Punkt, damit müssen wir leben. Wofür dieses Ergebnis noch gut ist, werden wir am Ende der Saison sehen."

Hamburg hatte in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz und Torschussaktionen, die besseren Chancen aber hatte Fürth. Jeweils eingeladen von den Hanseaten nach Fehlern konnten Armindo Sieb (7.) und Lukas Petkov (16.) das nicht zur Führung nutzen. Im zweiten Durchgang wurde Hamburg gefährlicher. András Németh (48.), der Glatzel vertrat, setzte nach einem Konter, eingeleitet von Immanuel Pherai, den Ball scharf aufs Fürther Tor. U21-Nationaltorhüter Jonas Urbig lenkte den Schuss gerade noch über die Latte. "Er ist ein junger Stürmer", sagte Baumgart. "Ich finde, er hat das gut gemacht. Wir hätten uns gefreut, wenn er ein Tor gemacht hätte." Bakery Jatta (53.) traf mit seinem Kopfball nur den Pfosten - Urbig wäre nicht mehr an den Ball gekommen.

Direkter Aufstieg schon weg?

Der Hamburger Druck nahm weiter zu und brachte die verdiente Führung. Laszlo Benes legte eine Ecke auf den frei stehenden Muheim zurück. Der Abwehrspieler ließ Urbig mit seinem Schuss aus rund 25 Metern keine Chance. Muheim erzielte sein fünftes Saisontor und ist damit der torgefährlichste Abwehrspieler der Liga. Nemeth verpasste das fast sichere 2:0 gegen Urbig (70.). Die Strafe folgte durch Consbruch: Sein Schuss aus 30 Metern schlug im Winkel und zum glücklichen Ausgleich ein. "Wir haben, glaube ich, sehr, sehr viel gut gemacht", sagte Baumgart. Aber: "Am Ende stehst du vier, fünfmal vor dem Tor und machst die Dinger nicht."

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So droht der HSV nun selbst den Relegationsplatz zu verspielen, wegen der Punkteteilung und weil Düsseldorf nach dem Sieg beim 1. FC Kaiserslautern nun einen Punkt vor den Hamburgern liegt. Den direkten Aufstieg kann der HSV angesichts von sieben Punkten Rückstand auf Kiel sowie zwölf auf St. Pauli wohl abhaken.

Auch wenn sie es nicht mehr in der eigenen Hand haben, aufgeben gilt nicht beim HSV - doch der Druck vor der Partie am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern (13 Uhr bei Sky und im Liveticker bei ntv.de) ist groß. "Wir schauen weiter nur auf uns, nicht auf die anderen Mannschaften, das bringt nichts", sagte Muheim: "Aber klar ist, dass wir die Dinge analysieren und besser machen müssen, um Spiele zu gewinnen."

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