"Hätte niemals passieren dürfen": Ausländische Helfer bei Luftangriff in Gaza getötet

Durch: Politik Erstellt am: April 02, 2024 anzeigen: 14

World Central Kitchen betreibt im Gazastreifen Gemeinschaftsküchen, die Mahlzeiten für die palästinensische Bevölkerung verteilt. Für die Hilfsorganisation sind auch viele Ausländer im Kriegsgebiet tätig. Vier von ihnen kommen bei einem Luftangriff ums Leben.

Bei einem mutmaßlich israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind palästinensischen Medienberichten zufolge mindestens fünf Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen getötet worden. Unter den Opfern des Angriffs auf ein Fahrzeug südlich von Dair al-Balah im Zentrum des abgeriegelten Küstenstreifens befänden sich demnach vier ausländische Staatsangehörige aus Polen, Australien, Irland und Großbritannien sowie ihr palästinensischer Fahrer, berichtete die "Times of Israel".

Der australische Premierminister Anthony Albanese bestätigte den Tod einer australischen Mitarbeiterin der Hilfsorganisation und verurteilte den Angriff scharf. "Dies ist eine Tragödie, die niemals hätte passieren dürfen", zitierten australische Medien Albanese. Seine Regierung habe die israelische Regierung wegen des Vorfalls direkt kontaktiert. Die israelische Armee schrieb auf Telegram, das Militär führe "eine gründliche Untersuchung auf höchster Ebene durch, um die Umstände dieses tragischen Vorfalls zu verstehen".

Die Hilfsorganisation World Central Kitchen, die der in den USA lebende spanische Starkoch José Andrés gründete, schrieb auf X, ihr seien die Berichte bekannt. "Das ist eine Tragödie". Humanitäre Helfer und Zivilisten sollten niemals zur Zielscheibe werden, hieß es. World Central Kitchen betreibt im Gazastreifen zusammen mit örtlichen Partnern Gemeinschaftsküchen, die Mahlzeiten für die palästinensische Bevölkerung zubereiten. Derzeit beteiligt sich die Organisation auch an Hilfslieferungen, die seit März von Zypern aus über das Meer in das Kriegsgebiet gelangen.

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Sie hat dabei auch die Verteilung der Hilfsgüter vor Ort übernommen. Foto- und Videoaufnahmen, die in der Nacht in sozialen Medien kursierten, sollen die getöteten Mitarbeiter von World Central Kitchen zeigen. Zu sehen seien ihre Leichen in Schutzwesten und ihre blutverschmierten Pässe. Palästinensischen Angaben zufolge seien die Australierin und ihre Kollegen sowie ihr palästinensischer Fahrer zum Zeitpunkt des Luftangriffs gerade dabei gewesen, Hilfsgüter auszuliefern, schrieb die Zeitung "The Sydney Morning Herald". Diese seien nur wenige Stunden zuvor mit einem Schiff aus Zypern in Gaza eingetroffen.

In der Stellungnahme der israelischen Armee hieß es unterdessen, die eigenen Streitkräfte unternähmen umfangreiche Anstrengungen, um die sichere Lieferung von humanitärer Hilfe zu ermöglichen und arbeiteten eng mit World Central Kitchen zusammen, um die Menschen im umkämpften Gazastreifen mit Nahrungsmitteln und humanitärer Hilfe zu versorgen.

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