Anschläge in Europa geplant: Verschollenes Waffenversteck der Hamas in Bulgarien entdeckt

Anschläge in Europa geplant: Verschollenes Waffenversteck der Hamas in Bulgarien entdeckt
Durch: Politik Erstellt am: April 03, 2024 anzeigen: 93

Die Hamas versteckt vor langer Zeit Waffen in Europa. Vier Anhänger sollen diese finden und damit vermutlich Anschläge in Europa begehen. Sie machen sich auf die Suche, werden aber festgenommen. Von den Waffen fehlt lange jede Spur. Nun werden sie offenbar entdeckt, jedoch nicht dort, wo sie vermutet wurden.

Dreieinhalb Monate nach der Festnahme von vier mutmaßlichen Mitgliedern der Terrororganisation Hamas in Deutschland und den Niederlanden ist nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP ein Waffenversteck in Bulgarien gefunden worden. Die Männer wurden im Dezember festgenommen, weil sie nach Waffen gesucht haben sollen, die Ermittlern zufolge für mögliche spätere Anschläge bereitgehalten werden sollten.

Demnach entdeckte das Bundeskriminalamt auf dem Handy eines der festgenommenen Männer Fotos von Waffen, Waffenteilen und Munition - digitale Spuren hätten die Fahnder zu dem Versteck geführt. Die Waffen seien offenbar unter einem Baum in Südbulgarien in einem Plastiksack vergraben gewesen. Die bulgarische Polizei beschlagnahmte die Waffen dem Bericht zufolge. Teilweise seien sie schon angerostet gewesen.

Die Festnahmen waren Mitte Dezember in Berlin und Rotterdam erfolgt. Nach damaligen Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sollen die Männer nach einem unterirdisch angelegten Waffenversteck in Europa gesucht haben, das in der Vergangenheit heimlich von der Hamas angelegt wurde. Einer der in Berlin Festgenommenen soll von Hamas-Führungskadern den Auftrag erhalten haben, die Waffen ausfindig zu machen. Der Befehl dazu soll laut "Spiegel"-Angaben aus dem Libanon gekommen sein.

Islamisten vermuten Waffen in Polen

Drei der Festgenommenen hätten sich dazu mehrmals von Berlin aus auf den Weg gemacht. Fahnder vermuteten das Waffenversteck lange in Polen. Dorthin reisten die Männer mehrfach. Ob es dort, trotz des Waffenfundes in Bulgarien, ein Versteck gibt, ist weiterhin ungeklärt.

Die Waffen sollten den Angaben zufolge nach Berlin gebracht und für mögliche Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Europa bereitgehalten werden. Konkret sollen die Anschlagspläne aber noch nicht gewesen sein. Der Hinweis darauf soll vom israelischen Geheimdienst stammen, berichtet der "Spiegel". Dieser machte im Januar selbst Details zu einem mutmaßlichen Hamas-Netzwerk öffentlich, berichtet das Magazin weiter.

Wie die Bundesanwaltschaft damals ausführte, sollen alle vier Beschuldigten seit Jahren der Hamas angehören, sich an Aktionen der Organisation im Ausland beteiligt und enge Kontakte zu Führungskräften des militärischen Flügels gehabt haben. Sie seien der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung dringend verdächtig. Inzwischen sitzen sie in Untersuchungshaft.

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