März sonniger als der Vormonat: "Jasper" bringt den Frühling - Regendelle zu Wochenbeginn

März sonniger als der Vormonat:
Durch: Unterhaltung Erstellt am: März 07, 2024 anzeigen: 21

Das Thema Winter scheint in den meisten Regionen endgültig vorbei. In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen vielfach in den zweistelligen Bereich - teils sogar auf Frühlingswerte, wie ntv-Meteorologe Björn Alexander weiß. Nach einem grauen Wochenbeginn könnte der Frühling dann wieder Fahrt aufnehmen.

ntv.de: Im Süden hat sich der Winter nochmal zu Wort gemeldet. Wie viel Schnee ist gefallen und wo bleibt er liegen?

Björn Alexander: Erwartungsgemäß sind die Niederschläge oberhalb von rund 600 bis 800 Metern in Schneeregen und Schnee übergegangen. Allerdings wird in den Lagen von unter 900 Metern kaum etwas liegen bleiben. Darüber sind indes nennenswerte Neuschneemengen zusammen gekommen. Auf dem Hohenpeißenberg südlich von München auf gut 1000 Metern Höhe gab es 17 Zentimeter zu vermelden. Spendabler zeigte sich Frau Holle in manchen Staulagen der Alpen, wo zum Teil 20 bis 25 Zentimeter gefallen sind.

Jetzt ist aber wieder Sonnenstunden zählen angesagt, oder?

So sieht es aus. Dank Hoch "Jasper", das sich von Skandinavien aus zu uns schiebt, erwartet uns am Freitag deutschlandweit gesehen der bisher sonnigste Tag des Jahres. Und in Teilen Norddeutschlands ist damit die erste Märzwoche schon deutlich sonniger als der gesamte Februar.

Was heißt das in Zahlen?

Am Beispiel von Hamburg: Der Februar hat hier nur knapp 26 Sonnenstunden gebracht, die ersten sechs Tage im März schon über 30. Noch krasser ist es unter anderem in Cuxhaven, wo der Februar lediglich 19,3 sonnige Betriebsstunden gebracht hat, der März in den ersten sechs Tagen hingegen aber schon fast 35. Die Kehrseite des Sonnen-Comebacks ist allerdings, dass von Osten und Nordosten nicht nur trockene, sondern auch kalte Luft bei uns angekommen ist.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

(Foto: ntv)

Wie kalt wird es?

In der verbreitet klaren Nacht zum Freitag geht es meistens auf um oder unter 0 Grad Celsius runter. Oft mit Tiefstwerten zwischen minus 1 und minus 5 Grad. In den Alpentälern sind Tiefstwerte um die minus 7 Grad drin. Am ehesten vom Luftfrost verschont bleiben die Niederungen im Westen. Jedoch ist auch hier Bodenfrost möglich. Insofern kann es stellenweise glatt auf den Straßen werden. Außerdem gesellen sich bevorzugt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern teils dichte Nebelfelder dazu.

Dabei blüht in der Natur schon einiges. Drohen Frostschäden?

Abseits unserer Gärten und Balkone, wo ja vielleicht schon empfindliche Pflanzen ins Freie gestellt wurden, eigentlich nicht. Bisher sind es eher die robusten Pflanzen, die schon in der Blüte sind. Richtig gefährlich wird der späte Frost erst, wenn er auf den sogenannten Vollfrühling trifft. Dieser ist zum Beispiel dadurch charakterisiert, dass die Apfelblüte begonnen hat. Ein Szenario, mit dem wir eigentlich erst im April rechnen können.

Stichwort Langfrist: Wie viel Wärme wird uns denn der März bis dahin bringen?

Derzeit zeigen die experimentellen Langfristvorhersagen eher trockene und etwas zu warme Ansätze. Damit wäre der März der erste zu trockene Monat seit dem September 2023. Den Wärmeüberschuss beziffern die Prognosen derweil auf 0,5 bis 1 Grad. Einer derart extreme Abweichung wie im Februar, der rund 5 Grad zu warm verlief, ist somit aktuell nicht auf dem Schirm der Langfristtrends und ist auch bei den klassischen Wettermodellen nicht zu sehen.

Welche Temperaturspanne erwartet uns denn in nächster Zeit?

Bei einem teilweise sehr unlustigen, weil kühlen und lebhaften Ostwind, klettern die Temperaturen nach 5 bis 14 Grad am Freitag immerhin wieder auf 7 bis 16 Grad. Das heißt, die Frühlingsmarke von 15 Grad wird regional erreicht oder überschritten. Zur Mitte kommender Woche wäre auch spürbar mehr denkbar. Jedoch werden die Unsicherheiten bei den Berechnungen größer. Zudem grätschen bei den Wettermodellen wiederholt kältere Luftmassen dazwischen, sodass auch ein Nachschlag des Spätwinters nicht ganz auszuschließen ist. Der März ist also sicherlich noch für die eine oder andere Überraschung gut. Nur wissen wir bisher nicht, ob es eher die warme oder die kalte Variante wird.

Beschauliches Hochdruckwetter bei uns - bedeutet das auf der anderen Seite auch, dass es in anderen Teilen Europas erneute Unwetter geben wird?

Leider ja. Denn die Tiefs werden durch das massive Hoch vorerst noch abgelenkt oder laufen sich quasi fest. Das bekommt in den kommenden Tagen weiterhin der Südwesten Europas bis in den Alpenraum zu spüren. Mit Sturmgefahr und zum Teil erheblichen Niederschlagsmengen. Im Fokus liegen hierbei erneut die Regionen vom Golf von Genua bis an die Südalpen. Bis einschließlich Sonntag haben die Wettercomputer hier punktuell um oder über 200 Liter je Quadratmeter drin. Selbst Mengen von an die 300 Liter sind nicht auszuschließen. Und was unten als Regen fällt, geht auf den Bergen abermals in Schnee mit einer entsprechenden Lawinengefahr über.

Wie entwickeln sich die Details bei uns am Wochenende?

Neben ein paar Wolken entlang der breiten Landesmitte dominiert auch am Samstag vielfach die Sonne. Dazu erreichen die Temperaturen - nach Auflösung von kühlen Nebelfeldern - zwischen 11 und 16 Grad. Frischer ist es nur an der Küsten bei um die 7 oder 8 Grad.

Und am Sonntag?

Geht es teils wolkig, teils freundlich bis sonnig weiter. Etwas Regen ist höchstens im Südwesten zu erwarten. Die Temperaturen klettern hierbei auf 6 bis 16 Grad; wobei es im Süden am mildesten ist.

Was bringt uns die neue Woche?

Am Montag und Dienstag wird es insgesamt wechselhafter, teilweise auch nass. Dabei erwarten uns am Montag 5 bis 15 und am Dienstag sowie am Mittwoch 5 bis 14 Grad. Wärmer und insgesamt wieder schöner präsentiert das Gros der Wettercomputer den Donnerstag mit Spitzen bis 16, vielleicht sogar 17 Grad.

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