30 Grad, Sand und Pollen: Kein strahlender Sonnenschein - Saharastaub trübt Rekord-Wochenende

30 Grad, Sand und Pollen: Kein strahlender Sonnenschein - Saharastaub trübt Rekord-Wochenende
Durch: Unterhaltung Erstellt am: April 05, 2024 anzeigen: 19

Freunde wohliger Wärme kommen am Wochenende - bei 27 bis 30 Grad - auf ihre Kosten, Sonnenanbeter hingegen nur bedingt. Denn die Strahlen werden durch Saharastaub abgeschirmt. Dennoch dürften einige Temperaturrekorde fallen.

Das Wetter in diesen Tagen ist nichts für schwache Nerven. Zuerst der wilde Schlagabtausch der Tiefdruckgebete mit teilweise kräftigen Schauern und Gewittern sowie mindestens drei Tornadoverdachtsfällen. Jetzt folgt mit "Timea" schon das nächste Tief - und das hat ein paar Mitbringsel aus dem Süden für uns im Gepäck.

Mit der Wüstenluft aus dem Norden Afrikas werden hierzulande sehr wahrscheinlich Temperaturrekorde fallen. Sowohl am Samstag als auch Sonntag, am Montag etwas unsicherer, sind Spitzenwerte zwischen 28 und 30 Grad drin. Der alte Rekord im ersten Monatsdrittel liegt bei 27,7 Grad. So warm wie es jetzt wird, war es Anfang April seit Messbeginn 1881 noch nie.

Für den absoluten Monatsrekord wird es nicht reichen. Der liegt bei 32,9 Grad, wurde aber auch Ende April erreicht. Da im Laufe des Aprils klimatologisch die Temperaturen deutlich steigen, ist das auch nicht mit den Verhältnissen aktuell zu vergleichen.

UV-Belastung dennoch hoch

Wer jetzt allerdings Sonne satt erwartet, der könnte vor allem im Westen unseres Landes enttäuscht werden. Denn zu einigen hohen Wolkenfeldern gesellt sich am Samstag ein zunehmend milchiger Schleier aus Wüstensand. Die Konzentrationen sind zwar noch nicht allzu hoch, steigen aber am Sonntag und Montag immer weiter an. Damit breitet sich die bedrückende Atmosphäre rasch bis in den Osten aus, sodass es für die Sonne immer schwerer wird, ungetrübte Akzente zu setzen.

Dennoch gilt: Empfindliche Hauttypen sollten fix den Sonnencreme-Vorrat checken. Die UV-Belastung liegt gebietsweise im oberen mittleren Bereich - im Süden mit Stufe 6 sogar im hohen Bereich. Die meist noch nicht gebräunte Haut reagiert da schnell empfindlich. Und das ist nicht die einzige Nebenwirkung des trockenen Wetters.

Birkenpollen machen Allergikern zu schaffen

Nach den rekordwarmen Monaten Februar und März ist die Natur auch im April deutlich zu weit. Zwar gab es durch den Regen wiederholte Dämpfer für den Pollenflug. Dennoch wird die Besserung am Wochenende insbesondere den Allergikern hinsichtlich Birkenpollen auf Augen und Atemwege schlagen. Die Belastung durch die äußert regen Birkenpollen ist deutschlandweit nämlich hoch bis sehr hoch.

Zusammen mit dem Saharasand, der Teils in Form von Feinstaub auch in unteren Luftschichten auftaucht, erwartet uns somit unterm Strich zwar ein super warmes, aber auch ein staubgeprägtes Wochenende. Erst in der kommenden Woche waschen Schauer und Gewitter sowie nachfolgender Regen die Luft wieder rein. Kurzum: Die nächsten Tiefs lassen nicht allzu lange auf sich warten und ein stabiles Frühlingshoch ist nicht in Sicht.

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