Wird sich Teheran rächen?: Iran: Keine israelische Botschaft ist sicher

Wird sich Teheran rächen?: Iran: Keine israelische Botschaft ist sicher
Durch: Politik Erstellt am: April 07, 2024 anzeigen: 23

Nach dem tödlichen Luftangriff auf iranisches Botschaftsgelände in Damaskus mit sieben Toten warnt ein Berater Chameneis vor Vergeltung gegen israelische Botschaften: Keine israelische Botschaft sei sicher, so seine Drohung. Auch die USA rechnen mit einem Vergeltungsschlag.

Ein Berater des obersten iranischen Führers, Ajatollah Ali Chamenei, hat gewarnt, dass israelische Botschaften weltweit Ziele von Vergeltungsangriffen werden könnten. "Die (antiisraelische) Widerstandsfront ist bereit für alle möglichen Vergeltungsszenarien und keine israelische Botschaft weltweit ist sicher davor", sagte der ehemalige Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRCG), General Jajhja Rahim-Safawi, laut Staatssender Al-Alam.

Zwei Generäle und fünf Offiziere der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) waren am Montag bei einem Luftangriff auf das iranische Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus getötet worden. Irans Staatsspitze machte kurz darauf Erzfeind Israel für die Attacke verantwortlich und drohte mit Vergeltungsmaßnahmen.

Auch die USA rechnen laut Medienberichten mit einem iranischen Vergeltungsschlag. Der Sender CBS berichtete am Freitag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, zwar seien das Ziel und der Zeitpunkt des erwarteten Angriffs unbekannt. Die Vertreter gingen aber davon aus, dass eine Attacke auf eine diplomatische Einrichtung Israels bis zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan in der kommenden Woche denkbar sei. Beim Sender CNN hieß es unter Berufung auf einen hochrangigen US-Regierungsvertreter, die USA bereiteten sich aktiv auf einen "erheblichen" Angriff in der nächsten Woche vor. Ranghohe US-Regierungsvertreter hielten demnach einen Vergeltungsschlag für unvermeidlich. Diese Annahme werde auf israelischer Seite geteilt.

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Rahim-Safawi war von 1997 bis 2007 Kommandeur der IRGC. Danach wurde er einer der zahlreichen Berater Chameneis. Der 66-Jährige hatte nach seiner IRGC-Zeit keinen politischen Einfluss mehr im Land. Konservative Medien im Iran zitieren ihn jedoch immer wieder gern wegen seiner antiisraelischen Rhetorik. Beobachter im Iran halten einen iranischen Angriff auf israelische Botschaften als eher unwahrscheinlich.

Auch die Regierung von Präsident Ebrahim Raisi hat sich von dieser Option bislang distanziert. Wahrscheinlicher sei ein iranischer Angriff auf israelische oder auch US-amerikanische Stellungen und Einrichtungen über proiranische Gruppen im Libanon, Jemen oder Irak.

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