Olaf Scholz: Bundeskanzler reist mit Wirtschaftsdelegation nach China

Olaf Scholz: Bundeskanzler reist mit Wirtschaftsdelegation nach China
Durch: Wirtschaft Erstellt am: April 08, 2024 anzeigen: 15

Treffen mit Xi Jinping Bundeskanzler Scholz reist mit Wirtschaftsdelegation nach China

Drei Tage lang wird sich Olaf Scholz bei seinem geplanten Besuch in China aufhalten – so viel Zeit hat sich der Bundeskanzler bisher in keinem anderen Land der Welt genommen. Begleitet wird Scholz von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation.

Hat eine Menge Themen im Gepäck: Bundeskanzler Olaf Scholz wird am Samstag nach China reisen

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (65) reist am Samstag für drei Tage nach China und wird dort unter anderem Präsident Xi Jinping (70) treffen. Neben der Hauptstadt Peking werde Scholz die beiden Metropolen Chongqing und Shanghai besuchen, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit (51) am Montag in Berlin. Außerdem werden Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (58; Grüne), Verkehrsminister Volker Wissing (53; FDP) und Umweltministerin Steffi Lemke (56; Grüne) teilweise dabei sein.

Es ist die zweite Reise des Kanzlers nach China seit seinem Amtsantritt im Dezember 2021. Sein Antrittsbesuch im November 2022 war wegen der noch anhaltenden Coronapandemie nur ein Tagestrip. Diesmal nimmt er sich drei Tage Zeit – so viel wie noch nie zuvor für ein einziges Land bei einer Reise. Die einzige vergleichbare Reise war sein Antrittsbesuch in Kanada, wo Scholz im August vergangenen Jahres ebenfalls an drei Orten Station machte, aber insgesamt nur rund 48 Stunden vor Ort blieb.

Der Kanzler wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. In der Wirtschaftsdelegation sind nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters unter anderem die Chefs von Siemens, Bayer, Mercedes-Benz, BMW, Merck, DHL, Thyssenkrupp sowie des schwäbischen Anlagenbauers Voith dabei. „Als wichtigster Handelspartner ist China ein bedeutender Lieferant für viele Vorprodukte und Rohstoffe, aber auch ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche Produkte“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Martin Wansleben (65).

Doch die Zusammenarbeit ist derzeit auf verschiedenen Ebenen belastet. So klagen deutsche Unternehmen unter anderem über Marktzugangsbeschränkungen und rechtliche Unsicherheiten in Bezug auf die Gleichbehandlung. Auch Chinas Produktschwemme auf den Weltmärkten angesichts der Überkapazitäten im eigenen Land ist ein Thema, auf das jüngst auch US-Finanzministerin Janet Yellen (77) hinwies. Nicht zuletzt beschäftigt hiesige Firmen natürlich auch die geopolitische Lage mit den Spannungen zwischen den USA und China sowie die Sorge vor einer politischen Eskalation um Taiwan.

Erste Station von Scholz ist das am Jangtse-Fluss in Zentralchina gelegene Chongqing, das als größte Stadt der Welt gilt. Im gesamten Verwaltungsgebiet, das so groß wie Österreich ist, leben etwa 32 Millionen Menschen. Shanghai im Südosten Chinas gilt als wichtigste Wirtschafts- und Finanzmetropole des Riesenreichs mit seinen insgesamt 1,4 Milliarden Einwohnern.

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In beiden Städten will Scholz Standorte deutscher Unternehmen besuchen. In Shanghai ist zudem eine Rede an einer Universität und eine Diskussion mit Studenten geplant. In Peking wird Scholz neben Präsident Xi auch Ministerpräsident Li Qiang (64) treffen. Beide Regierungschefs nehmen gemeinsam an einer Sitzung des deutsch-chinesischen Wirtschaftsausschusses teil.

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