Cruise: Robotaxis von Cruise kehren auf die Straßen zurück

Cruise: Robotaxis von Cruise kehren auf die Straßen zurück
Durch: Wirtschaft Erstellt am: April 10, 2024 anzeigen: 16

Nach unfallbedingter Pause Robotaxis von Cruise kehren auf die Straßen zurück

Nach einem fatalen Unfall hatte die Robotaxi-Firma Cruise ihre Autos aus dem Verkehr gezogen – jetzt nimmt die General-Motors-Tochter den Betrieb im US-Bundesstaat Arizona wieder auf.

Cruise-Fahrzeug in San Francisco: Die Robotaxi-Tochter von General Motors startet erneut Testfahrten

Foto: JOHN G. MABANGLO / EPA

Fahrzeuge der Robotaxi-Firma Cruise kehren rund ein halbes Jahr nach einem folgenschweren Unfall auf die Straße zurück. Die Wagen sollen aber zunächst nur von Menschen gesteuert unterwegs sein, um Kartendaten zu aktualisieren und frische Informationen über die Umgebung zu sammeln, kündigte die Tochterfirma des US-Autoriesen General Motors am Dienstag an. Erste Stadt ist Phoenix im Bundesstaat Arizona, weitere sollen folgen.

In dieser Phase sollen Informationen zum Beispiel über Ampeln, Fahrspuren und Verkehrsführung neu gesammelt werden, erläuterte Cruise. Als zweiter Schritt seien dann autonome Testfahren mit Sicherheitsfahrern am Steuer geplant. Auf dieser Basis soll dann entschieden werden, in welcher Stadt die Fahrzeuge wieder ohne Menschen am Steuern unterwegs sein werden.

„Unser Ziel ist es, Vertrauen zu gewinnen und Partnerschaften mit den Gemeinden aufzubauen, sodass wir schließlich den vollständig fahrerlosen Betrieb in Zusammenarbeit mit einer Stadt wieder aufnehmen können", zitiert das "Wall Street Journal" aus einem Unternehmensblog von Cruise .

Cruise war ein Vorreiter bei Robotaxi-Diensten und hatte ehrgeizige Expansionspläne – doch dann schleifte ein fahrerloses Auto von Cruise in San Francisco Anfang Oktober eine Frau mehrere Meter mit. Die Fußgängerin war zuvor von einem anderen Wagen mit einem Menschen am Steuer angefahren und vor das selbstfahrende Auto geschleudert worden. Dem Unfallbericht zufolge bremste das Robotaxi zwar sofort – die Frau geriet aber trotzdem unter das Fahrzeug.

GM tauscht Cruise-Management aus

Die Cruise-Wagen sind so programmiert, dass sie nach Kollisionen automatisch an den Straßenrand fahren können, um den Verkehr nicht zu behindern. Auch in diesem Fall entschied sich die Software dazu – obwohl die Frau noch unter dem Wagen steckte. Sie sei dabei rund sechs Meter mitgezerrt worden, der Wagen habe ein Tempo von gut elf Kilometern pro Stunde erreicht, hieß es in einem Bericht der kalifornischen Verkehrsbehörde.

Verheerend für das Ansehen von Cruise war, dass diese Details erst später bekannt wurden, während der Unfall erst harmloser dargestellt wurde. GM tauschte das Topmanagement der Robotaxi-Firma aus, alle Fahrten auf öffentlichen Straßen wurden gestoppt. Jetzt werde beim Neustart die Sicherheit im Mittelpunkt stehen, betont Cruise. In den vergangenen Monaten seien die Fahrzeuge unter anderem auf einem Testgelände weiter unterwegs gewesen.

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Vor der Pause hatte Cruise etwa 400 selbstfahrende Autos in Städten wie Phoenix, San Francisco und Austin im Einsatz. Cruise wurde 2013 gegründet und 2016 von GM für rund 1 Milliarde Dollar übernommen. Im Juni 2022 war es das erste Unternehmen für selbstfahrende Autos, das in einer US-Großstadt kostenpflichtige Fahrten für Fahrgäste anbot.

Der Cruise-Konkurrent Waymo expandiert unterdessen nach Los Angeles. Von Mittwoch an werden dort kostenpflichtige Fahrten mit komplett autonomen Fahrzeugen angeboten, teilte die Google-Schwesterfirma mit. Es ist die dritte Stadt mit einem Robotaxi-Service von Waymo – nach Phoenix und San Francisco. Es gibt allerdings immer noch Wartelisten, weil das Interesse so groß ist. In San Francisco gehören die fahrerlosen elektrischen Jaguar-Autos von Waymo ungeachtet der Kontroverse um Cruise weiter zum Stadtbild.

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