Dorothee Bär im ntv Frühstart: "Grüne wollen Zwietracht in der Gesellschaft säen"

Dorothee Bär im ntv Frühstart:
Durch: Politik Erstellt am: April 15, 2024 anzeigen: 12

Die einseitig besetzte Kommission habe geliefert wie bestellt: Und damit sei sie nicht zufrieden, so CSU-Politikerin Dorothee Bär im Frühstart. Ohne Not werde bei der Diskussion um den Abtreibungsparagrafen 218 ein 30 Jahre währender gesellschaftlicher Frieden aufgekündigt.

Dorothee Bär, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat sich entschieden dagegen ausgesprochen, der Empfehlung der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission zu folgen und den Abtreibungsparagrafen 218 abzuschaffen. "Zunächst mal muss man sagen, dass diese Kommission an sich schon mal in keiner Weise notwendig war", so Bär im ntv Frühstart. Die Kommission sei von der Ampel-Koalition sehr einseitig besetzt worden. "Und deswegen kann man der Kommission keinen Vorwurf machen, weil die haben einfach das geliefert, was die Ampel auch bestellt hat. Und insofern bin ich nicht sehr zufrieden damit", so die CSU-Politikerin weiter.

Seit 30 Jahren gebe es einen großen gesellschaftlichen Frieden. "Wir haben ja heutzutage schon die Möglichkeit, straffrei abtreiben zu können." Die Frau besitze bereits ihre Selbstbestimmung. "Aber auf der anderen Seite ändert sich ja nach 30 Jahren nicht, dass es auch darum geht, das ungeborene Leben zu schützen", so Bär, die die jetzt geltende Beratungspflicht als Chance begreift. "Das ist ja keine Bestrafung, sondern das ist natürlich auch noch mal die Möglichkeit, mit jemandem Neutralen außerhalb der Familie sich mal beraten zu lassen, noch mal eine Nacht drüber schlafen zu können, die drei Tage auch noch mal Bedenkzeit zu haben."

Als Initiator der Änderungswünsche sieht die stellvertretende Fraktionsvorsitzende die Grünen. "Ohne Not jetzt so einen befriedeten Kompromiss aufkündigen zu wollen, zeigt eigentlich nur, dass es den Grünen in der Hauptsache gar nicht um eine größere Selbstbestimmung geht, sondern darum, Zwietracht in der Gesellschaft zu säen."

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Auch von der Empfehlung der Kommission, künftig Eizellspenden zu erlauben, hält Bär wenig. Eine Eizellspende sei nicht vergleichbar mit einer Samenspende. "Die körperliche Einschränkung, die ein Mann mit einer Samenspende hat, wenn er diese abgibt, ist ja überhaupt nicht da. Das Gegenteil ist der Fall. Und bei einer Frau sind natürlich ganz andere medizinische Faktoren. Das ist für einen weiblichen Körper etwas ganz anderes", so Bär. "Das schauen wir uns ganz genau an, ist ja auch eine ethische Frage. Bei ethischen Fragen ist es ja auch grundsätzlich so, dass es keine Fraktionsdisziplin gibt, sondern dass das den Abgeordneten dann auch frei ist, wie sie sich entscheiden", so die CSU-Politikerin.

Die Legalisierung der Leihmutterschaft lehnt Bär rundweg ab. "Das kommt für mich in keiner Weise infrage." Die Unionsfraktion habe sich sehr eingehend mit dem Thema befasst und sei zu dem Schluss gekommen, dass in keiner Weise etwas dafürspreche, "das in Deutschland zu legalisieren".

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