Fußball-Europameisterschaft: Handel erwartet Extra-Umsatz von 3,8 Milliarden Euro

Fußball-Europameisterschaft: Handel erwartet Extra-Umsatz von 3,8 Milliarden Euro
Durch: Wirtschaft Erstellt am: Mai 21, 2024 anzeigen: 7

Fußball-EM Handel erwartet zur EM Extra-Umsatz in Milliardenhöhe

Zur EM im Sommer erwartet der Handel zusätzliche Einnahmen in Höhe von 3,8 Milliarden Euro. Die Branche setzt vor allem auf Fanartikel und Lebensmittel. Die zehn deutschen Ausrichterstädte rechnen derweil mit Kosten in Millionenhöhe.

Public-Viewing 2006: Wird die EM ein Sommermärchen 2.0? (Archivbild)

Foto: Andreas Lander / dpa

Grillfleisch, Fanschals, Fahnen: Viele Menschen in Deutschland möchten sich anlässlich der Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land mit allerlei Produkten eindecken. Die Einzelhändler  rechnen mit zusätzlichen Umsätzen in Höhe von 3,8 Milliarden Euro, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Schätzung stützt sich auf eine repräsentative Umfrage von HDE und dem Marktforschungsunternehmen Appinio.

Besonders gefragt sind neben Lebensmitteln Fanartikel. Fast jeder Dritte interessiert sich für Fanartikel wie Schals, Fahnen und Dekoartikeln. Beliebt sind auch Sportartikel sowie Produkte aus dem Bereich Wohnen und Garten, Spielwaren und Elektronik. 60 Prozent planen Einkäufe in Höhe von 51 bis 200 Euro, jeder Fünfte mehr. Die Fußball-EM findet vom 14. Juni bis 14. Juli statt.

„Im Einzelhandel sorgen große Sportereignisse immer wieder für Umsatzimpulse. Die diesjährige Heim-EM könnte den Konsum in einzelnen Branchen und Warengruppen ankurbeln", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Entwicklung der Umsätze hänge auch mit dem Turnierverlauf und dem Abschneiden der deutschen Elf zusammen.

Auch der deutsche Brauerbund blickt mit Hoffnung auf die EM. „Große Fußball-Events in der Vergangenheit haben gezeigt, dass während der Turnierdauer mehr Bier getrunken wird als sonst in Sommerwochen üblich", sagt Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. „Im WM-Jahr 2006 wurden vor und während der WM rund fünf Prozent mehr Bier verkauft, bei den Folgeveranstaltungen rund 4 Prozent.“

Städte rechnen mit Ausgaben in Millionenhöhe

Derweil kostet die Fußball-EM im Sommer die zehn deutschen Ausrichterstädte eine Millionensumme im insgesamt dreistelligen Bereich. Die Städte geben dabei nach eigenen Angaben unter anderem Geld für die Bereiche Sicherheit, Fan-Zonen, Verwaltung und Personal aus. Die Stadt München, in der auch das Eröffnungsspiel am 14. Juni zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Schottland stattfindet, schätzt die Kosten beispielsweise auf etwa 21 Millionen Euro.

Auch die anderen sogenannten Host Cities geben beträchtliche Summen für die Heim-EM aus. So veranschlagt die Stadt Stuttgart 38 Millionen Euro, wie sie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Hamburg geht nach eigenen Angaben von Kosten in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro aus. Der Rat der Stadt Düsseldorf habe mehr als 20 Millionen Euro bereitgestellt, teilte ein Sprecher mit. Leipzig investiert nach eigenen Angaben circa 15 Millionen Euro. Und in Köln kostet das Event laut Stadt fast 14 Millionen Euro.

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Trotz der gigantischen Kosten sehen die Ausrichterstädte das Sportereignis als Chance. „Die Ausgaben zur UEFA Euro 2024 können als eine Investition in die Host City München gesehen werden, um sich weiterhin den Ruf als Sportstadt und kompetenter Ausrichter von Sportgroßveranstaltungen zu erhalten und möglichst auszubauen", hieß es aus der bayerischen Landeshauptstadt. Der Sprecher der Stadt Düsseldorf gab an, dass nach aktuellem Stand keine finanziellen Risiken über das vereinbarte Budget hinaus zu erwarten seien. Auf der anderen Rheinseite, in Köln, teilte die Stadt mit, dass solche Großsportevents wie die EM immer mit Unwägbarkeiten verbunden seien, sodass ein gewisses Risiko nicht ausgeschlossen werden könne. Die Organisatoren rechnen mit Hunderttausenden Fans zur EM, die den Städten auch Einnahmen bescheren werden.

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