Angeblicher ATACMS-Angriff: Russen melden Raketenbeschuss auf Region Luhansk

Angeblicher ATACMS-Angriff: Russen melden Raketenbeschuss auf Region Luhansk
Durch: Politik Erstellt am: Mai 21, 2024 anzeigen: 6

Schon 2022 erklärt Russland die Annexion der Region Luhansk. In einigen Dörfern gibt es Widerstand, das Gebiet ist hart umkämpft. Laut Moskau sind bereits die meisten Dörfer in russischer Hand. Nun kommt es offenbar zu ukrainischem Beschuss auf die Region.

Die ukrainischen Streitkräfte haben die von Russland kontrollierte ostukrainische Region Luhansk nach Angaben der dortigen Besatzungsverwaltung mit amerikanischen ATACMS-Raketen angegriffen. Der Angriff auf die Stadt Swerdlowsk habe bereits am Montag stattgefunden, teilte Leonid Passetschnik, der von Russland eingesetzte Gouverneur, mit. Acht Menschen seien verletzt worden. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Bei ATACMS-Raketen handelt es sich um ballistische Kurzstreckenraketen.

Kürzlich hat Russland die Einnahme eines der letzten Dörfer unter ukrainischer Kontrolle in Luhansk verkündet. Infolge von Kämpfen "haben die Einheiten der Truppengruppe Süd die Ortschaft Bilogorivka in der Volksrepublik Luhansk vollständig befreit und günstigere Positionen besetzt", erklärte das russische Verteidigungsministerium.

Das vor dem Konflikt von etwa 800 Menschen bewohnte Bilogoriwka war ein Symbol des ukrainischen Widerstandes in der Region Luhansk. Luhansk ist eine der vier ukrainischen Regionen, die Moskau im Jahr 2022 für annektiert erklärt hat. Seit Langem ist es eine Priorität für den Kreml, die vollständige Kontrolle über diese Gebiete zu gewinnen.

Russische Angriffe in der Ostukraine

Nach britischer Einschätzung setzt Russland seine Angriffe auf weitere Gebiete in der Ostukraine fort. Russische Truppen attackierten etwa nordwestlich der eroberten Stadt Awdijiwka auf breiter Front entlang der Autobahn E50, wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte. Sie hätten in den vergangenen drei Tagen kleinere taktische Geländegewinne gemacht, allerdings bei hohen Verlusten.

Die E50 sei die wichtigste Verbindung zwischen dem russisch besetzten Teil des Gebiets Donezk und der von ukrainischen Truppen gehaltenen Stadt Pokrowsk, die rund 30 Kilometer von der aktuellen Front entfernt liege. Sie sei vermutlich ein russisches Ziel, hieß es in London weiter. "Russische Angriffe in dieser Richtung sollen wahrscheinlich einen Vorsprung schaffen und ukrainische Truppen spalten."

Ukrainische Truppen hätten zudem von heftigen Gefechten nördlich von Bachmut beim Ort Siwersk berichtet, teilte das britische Ministerium weiter mit. Die Russen hätten in der Gegend ukrainische Stellungen etwa bei Bilohoriwka und Rosdoliwka angegriffen, aber kaum Erfolge erzielt.

Weitere Informationen zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.

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