Martyrium auf Mallorca: 49-Jähriger soll Mädchen als Sexsklavin gehalten haben

Martyrium auf Mallorca: 49-Jähriger soll Mädchen als Sexsklavin gehalten haben
Durch: Unterhaltung Erstellt am: Mai 29, 2024 anzeigen: 23

Auf Mallorca ist eine 17-Jährige offenbar einem fünfjährigen Albtraum entkommen: Ein Mann soll das Mädchen jahrelang eingesperrt und sexuell missbraucht haben. Im Rahmen einer großangelegten Operation konnte die Nigerianerin schließlich befreit und ihr mutmaßlicher Peiniger festgenommen werden.

Auf Mallorca ist ein 49-Jähriger festgenommen worden, der eine heute 17-Jährige jahrelang als Sexsklavin missbraucht haben soll. Dies erklärte die spanische Polizei in einer Pressemitteilung. Demnach dauerte das Martyrium der Nigerianerin fünf Jahre. Vergangene Woche konnte sie im Rahmen der "Operación Petita" befreit werden.

Den Ermittlern zufolge reiste der Spanier auf der Suche nach einer Frau bereits 2015 nach Nigeria. Dort habe er sich als Philanthrop ausgegeben, der eine Frau heiraten möchte, um ihr und ihren Töchtern ein besseres Leben in Spanien zu ermöglichen, heißt es weiter. 2019 konnte er die Mutter des mutmaßlichen Opfers schließlich überzeugen. Sie heirateten und zogen auf die Baleareninsel - zunächst in ein gemeinsames Haus.

Kurze Zeit später soll der Mann die Mutter der damals 12-Jährigen in ein anderes Haus gebracht haben, wie die spanische Zeitung "Diario de Mallorca" berichtete. Lediglich das Mädchen sei in seinem Haus geblieben. Ab diesem Zeitpunkt soll der 49-Jährige das Mädchen immer wieder missbraucht haben. Den Ermittlern zufolge hatte er das Kind "jederzeit unter Kontrolle und unterwürfig". So habe er ihr etwa gedroht, die Mutter nach Nigeria zurückzuschicken. Zudem sei die Wohnung in allen Räumen mit Kameras ausgestattet gewesen.

Zur Strafe in Loch gesperrt

Auch habe es Bestrafungen gegeben, wenn das Mädchen ihrem mutmaßlichen Peiniger nicht gehorchte, schreibt die "Mallorca Zeitung". So soll der Mann sie in ein Loch unter seinem Schreibtisch gesperrt haben. Der Zeitung zufolge handelt es sich dabei um einen ehemaligen Wassertank. Die Ermittler beschlagnahmten außerdem große Mengen an Beweismaterial, die darauf schließen lassen, dass der Verdächtige Kinderpornografie hergestellt und verbreitet hat.

Die Behörden kamen dem Mann erst durch einen Hinweis des mutmaßlichen Opfers selbst auf die Spur. Die mittlerweile 17-Jährige habe sich an den Hermanas Oblatas, einen religiösen Orden, gewandt, als sie erfuhr, dass der Verdächtige auch ihre Schwestern nach Mallorca holen will, berichtet "Diaro de Mallorca" weiter. Mitglieder des Ordens informierten daraufhin die Behörden. Laut der Zeitung sitzt der Mann seit vergangenem Donnerstag in Untersuchungshaft.

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