Probleme bei Siebenkämpferinnen: Schäfer unterläuft seltenes EM-Missgeschick

Probleme bei Siebenkämpferinnen: Schäfer unterläuft seltenes EM-Missgeschick
Durch: Sport Erstellt am: Juni 07, 2024 anzeigen: 11

Im Kugelstoßen erlebt Carolin Schäfer ein Debakel. Nach drei ungültigen Versuchen steigt die ehemalige Vize-Weltmeisterin im Siebenkampf aus dem EM-Wettkampf in Rom aus. Auch die beiden anderen deutschen Starterinnen kämpfen mit großen Problemen.

Die deutschen Siebenkämpferinnen haben einen durchwachsenen ersten Wettkampftag bei der Leichtathletik-EM in Rom erlebt. Sophie Weißenberg (3715 Punkte) liegt nach vier Disziplinen auf Rang sieben als beste Deutsche 200 Zähler hinter dem Podium. Die ehemalige Vize-Weltmeisterin Carolin Schäfer ist nach drei ungültigen Versuchen im Kugelstoßen bereits raus - und die dritte DLV-Athletin Vanessa Grimm liegt abgeschlagen auf Rang 16 (3492).

Die Führung im Stadio Olimpico hat die belgische Olympiasiegerin Nafissatou Thiam mit 3955 Punkten inne. Dahinter lauern ihre Landsfrau Noor Vidts (3920) sowie die Französin Auriana Lazraq-Khlass (3915). Weltmeisterin Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien) stieg nach drei Disziplinen aus.

Weißenberg, die im Vorjahr bei der WM in Budapest als Siebte eine von wenigen Top-8-Platzierungen geholt hatte, und ihre Teamkolleginnen ließen am Vormittag vor allem im Hochsprung mit jeweils überquerten 1,71 Metern wertvolle Zähler liegen. "Das war absolut nicht das, was ich mir vorgestellt habe", sagte Weißenberg, die 15 Zentimeter unter ihrer Bestleistung geblieben war. Ihre Ergebnisse über die 100 Meter Hürden (13,58), im Kugelstoßen (13,84) und 200 Meter (23,53) waren solide.

Schäfer tritt zum 200-Meter-Lauf nicht mehr an

Schäfer trat nach ihren ungültigen Versuchen mit der Kugel, ein seltener Grund für ein Ausscheiden, nicht mehr zu den abschließenden 200 Meter an. Stattdessen plant die Frankfurterin unplanmäßig einen Start beim Mehrkampfmeeting in Ratingen (22. bis 23. Juni), um mit "einem kompletten Siebenkampf" die Olympischen Sommerspiele in den Blick zu nehmen.

Grimm erlebte zu Beginn des Wettkampfes ein Gefühlschaos: Über die Hürden (14,09) war die 27-Jährige erst disqualifiziert worden, weil sie auf der Außenbahn das Bein scheinbar seitlich an der Hürde vorbeigeführt hatte. Ein Protest des DLV war aber erfolgreich - anschließend habe im Hochsprung aber die Spannung gefehlt. Über die halbe Stadionrunde benötigte sie 24,94 Sekunden, die Kugel beförderte sie auf 13,59 Meter.

Die deutschen Diskuswerfer haben in einem packenden Finale derweil die Medaillenränge verfehlt. Beim Triumph des Slowenen Kristjan Ceh kam der deutsche Meister Henrik Janssen (Magdeburg) als bester der drei DLV-Starter auf den fünften Platz - genau zwei Meter fehlten Janssen zu Bronze.

Lukas Weißhaidinger überraschend stark

Ex-Weltmeister Ceh setzte sich im Showdown der großen Diskusstars mit 68,08 Meter vor dem überraschend starken Tokio-Olympiadritten Lukas Weißhaidinger aus Österreich (67,70) durch. Der frisch gebackene Weltrekordler und Europameister Mykolas Alekna (Litauen/67,48) musste sich mit Bronze begnügen, Olympiasieger und Weltmeister Daniel Stahl (Schweden/66,84) ging als Vierter leer aus.

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Janssen warf solide 65,84 Meter. Der Olympia-Elfte Clemens Prüfer (Potsdam), der sich vor rund zwei Wochen auf 69,09 Meter verbessert hatte, kam mit 64,60 Meter auf Platz sechs. Mika Sosna (Bergedorf/59,61) wurde Zwölfter unter zwölf Finalisten. Die letzte deutsche EM-Medaille hatte Robert Harting bei seinem Sieg 2014 in Zürich geholt.

Alekna, der 2022 als 19-Jähriger bereits in München triumphiert hatte, war als Favorit in den Wettbewerb gegangen, nachdem er im April in Oklahoma bei perfekten Bedingungen den Uralt-Weltrekord von Jürgen Schult (74,08) auf 74,35 Meter verbessert hatte. In Rom fand Alekna aber nicht in den Wettkampf.

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