"Sicherheit oberste Priorität": Palästinensische und israelische Fahnen auf Fanmeile verboten

Durch: Sport Erstellt am: Juni 10, 2024 anzeigen: 7

Auf der großen Berliner Fanmeile werden bei der EM keine palästinensischen oder israelischen Flaggen zu sehen sein. Der Veranstalter teilt mit, dass nur Fahnen von teilnehmenden Ländern erlaubt seien. Derweil erklärt Bundesinnenministerin Faeser, Deutschland sei sicherheitstechnisch vorbereitet.

Bei den EM-Fanzonen am Brandenburger Tor und am Reichstag in Berlin sind laut Angaben der Veranstalter keine palästinensischen oder israelischen Flaggen erlaubt. Nur Fahnen von teilnehmenden Ländern an der Fußball-Europameisterschaft dürften mitgebracht werden, sagte eine Sprecherin von der Kulturprojekte GmbH. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet. Moritz van Dülmen, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin, sagte der Zeitung, die EM sei nicht der Ort für Kundgebungen anderer Art.

Ab dem Start der Europameisterschaft am Freitag werden in der kleineren Fanzone vor dem Reichstag alle 51 EM-Spiele auf großen Bildschirmen gezeigt. Auf der Hauptbühne vor dem Brandenburger Tor werden 14 oder 15 Spiele übertragen: die drei deutschen Vorrunden-Spiele, die drei Vorrundenspiele und das Achtelfinale in Berlin, gegebenenfalls ein weiteres Achtelfinale mit deutscher Beteiligung und die sieben Spiele vom Viertelfinale bis zum Endspiel am 14. Juli in Berlin. Die Fanmeile am Brandenburger Tor wird am Mittwoch mit Konzerten eröffnet.

Derweil haben SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser und NRW-Innenminister Herbert Reul die Bemühungen für die Sicherheit betont. "Sicherheit hat die oberste Priorität für uns, sowohl für die Länder als auch für den Bund", sagte Faeser bei der offiziellen Eröffnung des "International Police Cooperation Center" (IPCC) in Neuss. "Wir sind sehr, sehr gut vorbereitet und daher hoffe ich, dass es friedliche, sichere Spiele werden."

Andere Zeit als bei der Heim-WM 2006

Faeser betonte: "Wir haben eine abstrakt sehr hohe Gefährdung, aber konkret liegt uns nichts vor." 100 Prozent Sicherheit könne es aber nicht geben. Das bestätigte auch CDU-Mann Reul und sagte: "'Absolut sicher' gibt es nirgendwo. Sekunden können ausreichen, dass eine sichere Lage zu einer unsicheren Gemengelage wird." Er verwies auf den tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Mannheim vor einigen Tagen. Man solle sich aber nicht verrückt machen lassen.

"Wir müssen uns heute auf alle möglichen Zwischenfälle vorbereiten. Von terroristischen Anschlägen, von problematischen und gewalttätigen Fans, bis zu Demonstrationen zur Unterstützung Palästinas oder Klimaschutz", betonte Reul. Die Zeit sei eine andere als noch bei der WM 2006. Was man tun könne, sei, möglichst viele Informationen frühzeitig zu bekommen, technisch bestmöglich vorbereitet zu sein und ausreichend Polizistinnen und Polizisten an Bord zu haben. "Das Menschenmögliche wird getan", sagte der NRW-Innenminister.

Im extra für das Turnier geschaffenen IPCC sammelt die Polizei während der EM in den umgebauten Räumlichkeiten der Neusser Polizeischule rund um die Uhr alle wichtigen Informationen zu den Spielen. Dafür kommen dort über 300 Polizistinnen und Polizisten vom Bund, aus den Bundesländern sowie den 24 beteiligten Teilnehmerländern vier Wochen lang zusammen. Ziel ist ein bestmöglicher Austausch von Informationen aus ganz Deutschland.

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