Falsche Versprechungen gemacht: Moskau "lockt" Söldner: Sri Lanka fordert 800 Männer zurück

Falsche Versprechungen gemacht: Moskau
Durch: Politik Erstellt am: Juni 11, 2024 anzeigen: 12

Vorwürfe gibt es zahlreiche. Sie scheinen sich langsam zu einem Muster Russlands zu verdichten. Das Land lockt offenbar Männer ärmerer Länder mit vermeintlichen Hilfsjobs an und schickt sie dann als Invasoren in die Ukraine. Hunderte scheinen betroffen. Sri Lanka fordert die Rückkehr von 800 Männern.

Sri Lanka will Hunderte Staatsbürger aus dem Krieg in der Ukraine in die Heimat zurückzubringen. Mindestens 800 Männer seien unter falschen Versprechungen an die Front gelockt worden, um für die russische Seite zu kämpfen, berichtete die Polizei in Sri Lanka. Die Männer wüssten nicht, wo genau sie sich befänden oder ihre Kommandanten würden sie nicht gehen lassen.

Übernächste Woche solle deshalb Vize-Außenminister Tharaka Balasuriya in Moskau einen Stellvertreter von Verteidigungsminister Andrej Beloussow treffen, wie die sri-lankische Botschaft in Moskau mitteilte. Er hoffe auf russische Hilfe bei der Rückführung der Männer, hieß es.

Den meisten Betroffenen sei nach Polizeiangaben für relativ sichere Hilfsjobs ein Monatsgehalt von 1 bis 1,5 Millionen Rupien (rund 3000 bis 4600 Euro) oder noch mehr versprochen worden. Tatsächlich aber seien die Männer zum Kämpfen an die Front geschickt worden und das versprochene Geld - ein Vielfaches des in Sri Lanka üblichen Einkommens - hätten sie nicht erhalten. Bei den meisten Rekrutierten handelt es sich laut Polizeiangaben um Soldaten im Ruhestand. Bislang seien 20 Personen festgenommen worden, die in die Organisation involviert gewesen sein sollen.

Nepal forderte Soldaten wider Willen zurück

Vorwürfe, dass Russland so Männer in Kampfeinsätze lockt, kommen nicht nur aus Sri Lanka. Nepalesen, Indern, Kubanern und Syrern soll es ähnlich gegangen sein. Anfang März verstarb ein junger Inder in der Ukraine, als er aufseiten Russlands kämpfte. Sein Bruder berichtete seinerzeit, dass er für zwei Monate vermisst wurde und sich dann aus Rostow am Don meldete, er würde an die Front versetzt. Ein anderer Inder, dem die Flucht von den russischen Truppen gelang, berichtete, dass der junge Mann von einer Kugel verletzt worden sei und letztlich an der Verletzung starb.

Im Februar berichtete die nepalesische Regierung, dass 200 ihrer Landsleute in der Ukraine im Einsatz als russische Kämpfer seien. 14 von ihnen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Die Regierung in Kathmandu forderte Moskau auf, die Männer zurückzuschicken. Die Zeitung "The Hindu" berichtete von 100 betroffenen Indern.

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