China: Investitionen in Immobilien von Januar bis Mai auf Talfahrt

China: Investitionen in Immobilien von Januar bis Mai auf Talfahrt
Durch: Wirtschaft Erstellt am: Juni 17, 2024 anzeigen: 10

Staatliche Maßnahmen erfolglos Immobilieninvestitionen in China weiter auf Talfahrt

Trotz zahlreicher Stützungsmaßnahmen der Regierung sind die Immobilieninvestitionen in China weiter rückläufig. So brach etwa die Zahl der Neubauten in den ersten fünf Monaten des Jahres um knapp 25 Prozent ein.

Immobilienkrise in China: Die Immobilienpreise haben sich trotz staatlicher Maßnahmen bislang nicht erholt

Foto: Sheldon Cooper / dpa

Die Immobilieninvestitionen in China sind trotz der Bemühungen zur Stützung des angeschlagenen Sektors weiter rückläufig. In den ersten fünf Monaten des Jahres sanken sie im Jahresvergleich um 10,1 Prozent, nachdem sie von Januar bis April bereits um 9,8 Prozent gefallen waren, wie das Nationale Statistikamt (NBS) am Montag mitteilte.

Die Immobilienverkäufe nach Fläche fielen von Januar bis Mai im Jahresvergleich um 20,3 Prozent, verglichen mit einem Rückgang von 20,2 Prozent von Januar bis April. Die Zahl der Neubauten, gemessen an der Wohnfläche, ging im Jahresvergleich um 24,2 Prozent zurück, nachdem sie in den ersten vier Monaten bereits um 24,6 Prozent gesunken war. Die von Chinas Immobilienentwicklern aufgebrachten Mittel fielen im Jahresvergleich um 24,3 Prozent, nachdem sie von Januar bis April bereits um 24,9 Prozent eingebrochen waren.

Angesichts der anhaltenden Krise im chinesischen Immobiliensektor hat die Regierung umfassende Maßnahmen angekündigt, um die enormen Immobilienbestände abzubauen und die Nachfrage nach Wohnraum anzukurbeln. Experten zufolge werden diese Maßnahmen jedoch erst dann greifen, wenn sich die fallenden Immobilienpreise wieder erholen.

Der überhitzte chinesische Immobilienmarkt, der ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, befindet sich seit Jahren in der Krise. Seit 2022 bemühen sich die Behörden verstärkt, den Sektor zu stabilisieren, der ein wichtiger Wachstumsmotor der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ist. Eine nennenswerte Erholung ist jedoch bislang ausgeblieben.

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Die anhaltenden Schwierigkeiten großer Immobilienentwickler beleuchten die angespannte Situation in der Branche, wobei ein Gericht in Hongkong derzeit einen Liquidationsantrag für den strauchelnden Immobilienentwickler Country Garden prüft. Die Anhörung wurde jedoch auf den 29. Juli vertagt. Ende Januar hatte ein Gericht in Hongkong die Liquidation von China Evergrande, dem am höchsten verschuldeten Immobilienunternehmen der Welt, angeordnet. Country Garden hat, gemessen an der Anzahl der Immobilienprojekte in China, fast die vierfache Größe von China Evergrande, weist jedoch eine geringere Schuldenlast auf.

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