Kursrallye: Bitcoin über 66.000 Dollar, Dow verliert leicht, Dax rutscht ab

Kursrallye: Bitcoin über 66.000 Dollar, Dow verliert leicht, Dax rutscht ab
Durch: Wirtschaft Erstellt am: März 04, 2024 anzeigen: 14

Börse am Abend Dax-Gewinnserie reißt, Bitcoin über 66.000 US-Dollar

Nach sieben Handelstagen in Folge mit Gewinnen schließt der Dax am Montag etwas schwächer. Auch an der Wall Street geben die Kurse leicht nach. Der Bitcoin setzt seine Rekordjagd fort, springt über die Marke von 66.000 Dollar.

Weiter gute Stimmung in Frankfurt: Der Dax verliert am Montag zwar leicht, notiert aber weiter auf sehr hohem Niveau

Foto: A4014 Marius Becker/ picture alliance / dpa

Nach sieben Rekordhochs in täglicher Folge ist die jüngste Gewinnserie beim Dax zum Wochenauftakt gerissen. Am Montag schloss der deutsche Leitindex 0,11 Prozent tiefer bei 17.716 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,51 Prozent auf 25.987 Zähler.

So kurz vor der Marke von 18.000 Punkten seien mit Blick auf den Dax „leichte Ermüdungserscheinungen zu spüren“, bemerkte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets. Doch Luft holen sei gesund, ergänzte er, zumal in dieser Woche einige wichtige Daten und Ereignisse anstünden. So wird etwa US-Notenbankpräsident Jerome Powell vor dem US-Kongress sprechen, in China steht der Volkskongress an und am Freitag werden die US-Arbeitsmarktdaten für Februar veröffentlicht.

An Europas wichtigsten Börsen ging es am Montag überwiegend aufwärts. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann 0,37 Prozent auf 4912 Punkte. Der Pariser Cac 40 legte um rund 0,3 Prozent zu, während der Londoner FTSE 100 rund 0,6 Prozent einbüßte. An der Wall Street notierten die wichtigsten Aktienindizes leicht im Minus.

Bitcoin überspringt Marke von 66.000 US-Dollar

Für Aufsehen sorgte am Montag der anscheinend ungebremste Anstieg des Bitcoins. Die Digitalwährung kletterte zum Wochenstart zunächst über 65.000 US-Dollar und notierte dann am Abend bei 66.309 US-Dollar. Das Rekordhoch von knapp 69.000 Dollar rückt damit in greifbare Nähe. Seit Jahresbeginn hat der Bitcoin in der Spitze um mehr als die Hälfte zugelegt.

Zugpferd Nummer eins ist das heranrückende Bitcoin-Halving. Dabei handelt es sich um ein Ereignis im April, bei dem die Belohnung für die Verifizierung von Bitcoin-Transaktionen halbiert wird. In der Folge wächst das Angebot an Bitcoin langsamer, was in der Vergangenheit meist zu Kursgewinnen geführt hat.

MTU setzt sich an die Dax-Spitze

Der Triebwerkshersteller hatte am Donnerstag seine Jahreszahlen bekannt gegeben. Unter den Einzelwerten machten an der Dax-Spitze die Aktien von MTU ihre Kursverluste vom Freitag mit plus 2,7 Prozent mehr als wett. Mehrere Analysten hatten ihre Kursziele für die Papiere des Treibwerkherstellers angehoben. Die Vorzugsaktien von Henkel sackten dagegen zeitweise auf den tiefsten Stand seit Oktober und endeten 2,0 Prozent im Minus. Der Konsumgüterkonzern rechnet 2024 mit einer Abschwächung seines Wachstums aus eigener Kraft, will aber zugleich die Profitabilität weiter steigern. Airbus und Volkswagen kletterten mit 1,76 und 1,30 Prozent.

Im MDax stiegen die Anteile des Chemiekonzerns Evonik zuletzt noch um 0,15 Prozent. Zwar erwartet Vorstandschef Christian Kullmann nach einem schwierigen Jahr 2023 keine schnelle Erholung, doch mit den Prognosen für das erste Quartal und das Gesamtjahr 2024 liegt Evonik im Rahmen der Marktschätzungen.

Wall Street leicht im Minus

Nach den jüngsten Rekorden fällt der Wochenauftakt an der Wall Street aus. Die Anleger dürften sich zunächst im Zaum halten, denn mit dem Arbeitsmarktbericht und dem Auftritt des Notenbank-Chefs Jerome Powell vor dem US-Kongress steht eine in geldpolitischer Hinsicht wichtige Woche bevor, hieß es am Markt.

Unter den zuletzt rekordhohen Indizes notierte der breit gefasste S&P 500 am Montag zum Handelsschluss in Europa minimal im Minus bei 5135 Punkten, obwohl die Bank of America das Kursziel für den breit gefassten Index zum Jahresende auf 5400 Punkte nach oben schraubte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es zuletzt um 0,13 Prozent auf 18.276 Zähler nach unten. Der Dow Jones tendierte sich 0,20 Prozent tiefer bei 39.017 Punkten. Er ist der einzige der großen US-Indien, dessen Rekord schon einige Tage zurückliegt.

Die Bestmarken hatten die Indizes der Berichtssaison, Zinssenkungshoffnung und den Hype um künstliche Intelligenz zu verdanken. Einige Marktbeobachter rechnen nun jedoch mit einer Konsolidierung auf hohem Niveau, da die Bilanzreigen in den USA nahezu zu Ende sind. In den kommenden Tagen erwarten sie, dass das Thema Geldpolitik die Kurse wieder stärker beeinflusst.

Ölpreise geben etwas nach

Die Ölpreise sind am Montag trotz einer längeren Förderbeschränkung durch Mitgliedstaaten der Opec+ etwas gesunken. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 83,26 US-Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung fiel um 63 Cent auf 79,33 Dollar.

Die großen Ölförderländer rund um das Kartell hatten am Sonntag entschieden, ihr Angebot weiter knapp halten. Mehrere Länder des Ölverbunds Opec+ bestätigten, ihre Förderkürzungen von rund zwei Millionen Barrel je Tag bis Mitte des Jahres fortzuführen. „Ziel ist es, die Stabilität und das Gleichgewicht der Ölmärkte zu unterstützen“, heißt es in einer Stellungnahme der Opec.

Die Entscheidung war am Ölmarkt aber keine Überraschung. Sie war von Fachleuten weitgehend erwartet worden, weil das Rohölangebot aus anderen Teilen der Welt wie den USA derzeit reichlich ist.

Ein wichtiger Grund für die Verlängerung dürfte auch die schwache Konjunkturentwicklung in großen Verbrauchsländern und -regionen sein, besonders in China und Europa. Die Nachfrage nach Öl, Benzin und Diesel dürfte damit auf absehbare Zeit verhalten bleiben.

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