Unwetter noch nicht vorbei: Hier knallt es in den nächsten Tagen gewaltig

Unwetter noch nicht vorbei: Hier knallt es in den nächsten Tagen gewaltig
Durch: Unterhaltung Erstellt am: Juli 10, 2024 anzeigen: 9

Die Hauptstadt wird von starkem Regen überrascht. Tief "Elke" bringt derzeit heftige Gewitter über Teile Deutschlands. Auf "Elke" wird "Frieda" folgen und dafür sorgen, dass das durchwachsene Wetter die nächsten Tage so weitergeht. Wo es besonders heftig kracht, weiß ntv-Meteorologe Björn Alexander.

ntv.de: Zuletzt waren schon heftige Gewitter unterwegs. Geht das krawallige Wetter so weiter?

Björn Alexander: Leider ja. Denn auch wenn die Unsicherheiten bei den Prognosen der Wettermodelle nach wie groß sind, so ist das Gefahrenpotenzial leider weiterhin immens hoch.

Wie entwickelt sich die Lage weiter?

Derzeit überquert uns Tief "Elke", das von West- nach Nordeuropa zieht. Hierbei besteht die größte Gewitter- und Unwettergefahr bis in den Abend und die frühe Nacht hinein insbesondere im Süden und Osten unseres Landes, während in der Nordwesthälfte kurz mal etwas frischere Luft eingeflossen ist.

Womit müssen die betroffenen Gebiete im Süden und Osten heute noch rechnen?

Es drohen mitunter kräftige und blitzintensive Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen. Dabei liegt das Gros der Prognosen beim Platzregen in der Spitze bei um oder über 30 Liter je Quadratmeter binnen kurzer Zeit und Böen bis um die 70 bis 90 km/h. Das ist also durchaus erheblich bis schadenrelevant - vor allem mit dem Blick auf die stark belaubten Bäume.

Was erwartet uns am Donnerstag?

ntv-Meteorologe Björn Alexander

(Foto: Privat)

Die Schauer- und Gewittertätig verlagert sich wahrscheinlich in den äußersten Süden und Osten und dahinter gibt es eine relative Ruhe. Denn Tief "Elke" ist abgezogen und die enorme Explosivität der schwülen Luft ist bei 21 bis 30 Grad für viele von uns raus. Zumindest kurzzeitig, bevor uns von Freitag auf Samstag mit "Frieda" bereits das nächste Unwetter- und Gewittertief überquert.

Welche Wettergefahren drohen uns mit "Frieda"?

Grundsätzlich dürften die Unwetter-Warnungen erst einmal wieder flächiger werden. Wahrscheinlich ist eine Ausweitung auf ganz Deutschland. Weiter hat ein Teil der Wettercomputer eine deutliche Intensivierung der Lage auf der Rechnung.

Das heißt konkret?

Zunächst einmal, dass die Unsicherheiten der Modelle weiter zulegen - und das Gefahrenpotenzial aber leider ebenfalls. Neben der teilweise enormen Wärme- und Hitzebelastung mit teilweise tropischen Nächten durch die sehr feuchte und dementsprechend schwüle Luft drohen erneut blitzintensive Gewitter mit den dazugehörigen Begleiterscheinungen. Das sind einerseits kleiner bis mittlerer Hagel und Sturm- bis Orkanböen. Und selbst einzelne Tornados können insbesondere im Umfeld von Tief Frieda nicht ausgeschlossen werden. Andererseits transportiert das feuchtwarme Luftmassen-Gemisch enorme Wassermassen, was uns ein Teil der Wettercomputer auch in krasse Regenmengen ummünzt.

Wie groß sind die Unsicherheiten und womit müssen wir beim Gewitterregen rechnen?

Schaut man die einzelnen Wettermodelle durch, dann fällt jegliche Entscheidung für diese Unwetterlage schwer. Die Berechnungen zeigen - selbst in der Kurzfrist - nämlich enorme Unterschiede. Dennoch sind auch die heftigsten Ansätze bei den Vorhersagen absolut plausibel beziehungsweise glaubwürdig. Und das sind atmosphärische Wasserbomben, die es im schlimmsten Fall binnen kurzer Zeit auf um oder über 100 Liter Regen pro Quadratmeter bringen können. Mit der Gefahr von lokalen Sturzfluten und flächigen Überschwemmungen.

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Was ist das Fazit zur aktuellen Entwicklung?

Die Trends der Wettercomputer lassen für die genaue Einschätzung viele Fragen offen, haben aber - sollte es tatsächlich so kommen - in den betroffenen Regionen ein sehr hohes bis extremes Schaden- und Unwetterpotenzial. Insbesondere bei geplanten Außenveranstaltungen, Zeltlagern oder ähnlichem, heißt es in jedem Fall, die Entwicklungen und die Warnlage sehr gut im Blick zu haben und frühzeitig zu reagieren. Ansonsten könnte es mitunter lebensgefährlich werden.

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